Kantenbearbeitung






Auf modernen Arrondier- und Walzanlagen werden die Schnittkanten des Spaltbandes bearbeitet.

Bearbeitungsbereich


Edelstahl rostfrei

 
Dickenbereich 0,1 - 6,0 mm
Breitenbereich 3,0 - 300 mm
Ringaufmachnung  
Innendurchmesser nach Kundenwunsch
  einlagig oder oszillierend gespult
Alle Oberflächenausführungen möglich.
Kantenausführungen  
gk geschnittene Kante
wak walzarrondierte Kante
sak strehlarrondierte Kante
bk scharfkantig gewalzt
Formschnitte auf Anfrage Phasen, 45°, Schweißkanten-Vorbereitung etc.
Oberflächenschutz Papierzwischenlage, Tiefzieh-Schutzfolie

Allgemeines:

Hier eine schematische Darstellung der verschiedenen Kanten:

 

Unbesäumt  

Basisband aus den Werken, ohne Beschnitt der Bandkanten. Ausbrüche, Wellen und Zacken/Einrisse bis 20 mm/Seite möglich. Brammenkante

 

Einsatzbereich:

Basisband für Spalt- und Querteilprozesse, muß besäumt werden. Kante für Fertigprodukte ungeeignet.

 

 

 

GK - Geschnittene Kante

 

Standardkante, wenn keine anders lautende Vereinbarung getroffen wurde, ist eine leichte Hohlwölbung / Dachrinnenform üblich.
Eine Trapezform kann besonders stark bei Abmessungen im Dicken-/Breitenverhältnis 1:3 bzw. bei dickeren Bändern sein. Sie entsteht beim Rollenschneid- oder Spaltprozeß. Optimales Verhältnis 1/3 Schnitt zu 2/3 Bruch. Bruchseite = Schneidgratseite. Schneidgrathöhe lt. EN ISO 9445-1:2010 definiert. Danach ist die Ausführung gratarm geschnitten bei < 10% Grathöhe. Sonderanforderungen sind gemeinsam festzulegen.

Einsatzbereich:

Jedes Band oder jeder Zuschnitt mit normaler Kantenausführung.

Schnittgratlage:

Bei Spaltband jeweils beidseitig in eine Richtung – bei Zuschnitten ist der Kopf- und Endschnitt jeweils entgegengesetzt. Ist eine Beschichtung der A-Seite mit entgegengesetztem Schnittgrat bestellt, bedeutet dies einen Zwischenschnitt zu berücksichtigen.

WAK - walzarrondierte Kante
 

Auf Basis der geschnittenen Kante hergestellt.
Die Bandkanten werden durch mechanische Rollenbearbeitung geglättet / entgratet.
Die Kante bleibt rauh, Schnitt- und Bruchfläche bleiben sichtbar. Dadurch entsteht eine leichte „Anrundung“ der Kanten und das Verletzungsrisiko wird minimiert.

Normbezug:

EN ISO 9445-1:2010

Achtung:

Durch die mechanische Bearbeitung des Materials kann die Möglichkeit der Oberflächenbeschädigung durch Kratzer und Walzenabdrücke bestehen.

Einsatzbereich:

z.B. Stabstahl, Gitterroste, Erdungsbänder oder überall da, wo eine Schnittbeschädigung oder Verletzung unerwünscht ist.

 

SAK - strehlarrondierte Kante
 

Auf Basis der geschnittenen Kante hergestellt – mechanisch abgefräst.
Kante glatt, keine Schneid-Bruchfläche mehr sichtbar, evtl. kleine Rattermarken.
Kein Verletzungsrisiko, da Kanten durch spanabhebende Bearbeitung nahezu komplett verrundet werden.
Aufgrund werksbedingter Dickenschwankungen über die Lauflänge des Bandes ist eine optische Veränderung der Kanten möglich. Im Übergangsbereich der Fläche in die Verrundung kann es aufgrund der Schwankungen zu einem fühlbaren Absatz kommen.

Normbezug:

EN ISO 9445-1:2010

Achtung:

Die Anfang- und Endstücke können technisch bedingt in bis je 3m Länge nicht arrondiert werden.

Durch die mechanische Bearbeitung des Materials kann die Möglichkeit der Oberflächenbeschädigung durch Kratzer und Walzenabdrücke bestehen.

Einsatzbereich :
z.B. Griffe, oder überall wo eine Schnittbeschädigung oder Verletzung vermieden werden muss.

 

BK - scharfkantig gewalzt

 

Auf Basis der geschnittenen Kante hergestellt – mechanisch rechtwinklig abgefräst.

Kante glatt, keine Schneid-Bruchfläche mehr sichtbar.

Anschließend durch mechanisches Walzen der "Schneidflächen" zusätzlich geglättet und gerichtet.

Normbezug:

EN ISO 9445-1:2010

Achtung:

Durch die mechanische Bearbeitung des Materials besteht die Möglichkeit der Oberflächenbeschädigung durch Kratzer oder Walzspuren.

Einsatzbereich:

z.B. Schloßstulpen für Fenster - oder Türverriegelungen.